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LH-Stellvertreter Michael Schickhofer und Landesrätin Ursula Lackner wollen gemeinsam mit den Gemeinden kinderfreundlichen Spielraum gestalten. Die „Spielraum- und Bibliotheksoffensive“ verfolgt das Ziel, wichtige infrastrukturelle Maßnahmen für Kinder und Familien umzusetzen.

Für die Neugestaltung und den Bau von Spielplätzen können dabei aus dem Gemeinderessort von LH-Stellvertreter Michael Schickhofer pro Gemeinde bis zu 50.000 Euro abgeholt werden. Ebenso können Gemeinden Gelder für die Neugründung von Bibliotheken beziehungsweise die Medienaufstockung von öffentlichen Bibliotheken und Schulbibliotheken lukrieren. „Wir wollen gemeinsam mit den Gemeinden kinder- und familienfreundlichen Raum gestalten“, so Schickhofer. Sein Gemeinderessort übernimmt im Rahmen der Spielraumoffensive 50 Prozent der Kosten, höchstens jedoch bis zu 50.000 Euro pro Gemeinde für die Planung und Umsetzung von kinderfreundlichen Spielplätzen. Begleitend wird der Verein „Fratz Graz – Werkstatt für Spiel(t) räume“ dabei für die Gemeinden tätig sein. „Fratz Graz“ bietet in der ganzen Steiermark Beratung und Planung von Spielräumen und Spielplätzen an und setzt diese gemeinsam mit den Gemeinden um. Die entstehenden Spielräume werden in einem Beteiligungsprozess geplant – die Kinder also selbst zu Planerinnen und Planern.

„Die Bedürfnisse der Kinder stehen in diesem Prozess im Vordergrund, das ist uns und auch den Gemeinden sehr wichtig“, betont Schickhofer, „ich will, dass die Kinder in der Steiermark alle Lebenschancen haben. Bildung und vor allem spielerisches Lernen sind ein entscheidender Schlüssel dazu. Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, gemeinsam mit Bildungslandesrätin Ursula Lackner und dem Verein Fratz Graz die Gemeinden dabei zu unterstützen, für unsere Kinder den nötigen Freiraum zu schaffen, sich gut entfalten und entwickeln zu können.“ Ebenso wie Spielplätze stellen auch öffentliche Bibliotheken eine wesentliche Infrastruktur in den steirischen Gemeinden dar.

Das Lesen fördert die Kreativität und erschafft für Kinder ganz neue Welten. Aus diesem Grund werden im Zuge der Bibliotheksoffensive auch Gelder für die Neugründung von Bibliotheken oder für die Anschaffung oder Erweiterung von Buchsortimenten in den Schul- oder öffentlichen Bibliotheken bereitgestellt. Bildungslandesrätin Ursula Lackner ist die Unterstützung für den infrastrukturellen Auf- bzw. Ausbau von Bibliotheken besonders wichtig: „Die Familie ist der Kern des Zusammenlebens, die Gemeinde die nächstgrößere Form des sozialen Miteinanders. Mit der Spielraum- und Bibliotheksoffensive, die LH-Stellvertreter Michael Schickhofer mit Mitteln seines Gemeinderessorts und ich mit dem Knowhow der Partnerorganisationen meines Ressorts unterstützen, wollen wir unsere Kommunen darin bestärken, die bestmöglichen Voraussetzungen für Familien in ihrer unmittelbaren Lebenswelt zu schaffen. Bibliotheken sind nicht nur kommunale ‚Bildungskraftwerke’ für Jung und Alt, sondern auch wichtige Plattformen der Begegnung.“ Spielplätze sind jene Räume, wo Kinder Erfahrungen sammeln, neue Fähigkeiten erlernen und Freundschaften schließen. „Spielräume sind Orte, an denen Kinder auf spielerische Art die Basis für ihre spätere Entwicklung legen. Wir wollen gemeinsam mit diesem konkreten Angebot an der Zukunft unserer Kinder bauen“, so Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer und Landesrätin Ursula Lackner.

„Mit der Spielraum- und Bibliotheksoffensive wollen wir unsere Kommunen darin bestärken, die bestmöglichen Voraussetzungen für Familien in ihrer unmittelbaren Lebenswelt zu schaffen.“

Kinderfreunde feierten Geburtstag

In Gratwein-Straßengel feierten die Kinderfreunde Judendorf ihr 60-jähriges Bestehen. Dabei erfolgte auch ein Obmannwechsel: Alois Hadler übergab nach fast 40 Jahren die Leitung an Alex Fritz, zu dessen Stellvertreterin wurde Silvia Pollheimer gewählt.

1908 gründete Anton Afritsch in Graz den „Arbeiterverein Kinderfreunde“, um in einer Zeit des Mangels Kindern Gemeinschaft, Bildung und Spaß zu ermöglichen.

GR Gernot Papst, Alex Fritz mit Söhnchen Ferdinand, Alois Hadler, Silvia Pollheimer und GKK Steiermark-Obmann Josef Harb. FOTO: Edith Ertl

Zwei Jahre später suchte Afritsch nach einem Erholungsort für unterernährte Kinder und baute in Hundsdorf (Ortsteil Judendorf) das erste Kinderfreunde-Heim. 1958 wurde die Ortsgruppe Judendorf-Straßengel der Kinderfreunde gegründet, dessen erster Obmann Johann Jurscha war. „Ich war damals ein 10-jähriger Bub“, erinnert sich Hadler und gab einen Rückblick, wie das Leben vor 60 Jahren war. „Damals hatte nicht jede Wohnung Fließwasser. Mein Vater hat mich auf die Fahrrad-Lenkstange gesetzt und fuhr mit mir zum Werksbad von Leykam-Josefsthal (heute Sappi). Wer von der Arbeit dreckig war, konnte sich dort waschen. In Judendorf hatten wir ein Badehaus, dort gab es für die Bevölkerung Duschen und eine Wanne. Später kam ein Gemeinschafts-Kühlhaus, weil kaum jemand einen Gefrierschrank hatte. Für meine Mutter war die beste Erfindung die Waschmaschine, vorher wurde die Wäsche in einem Kessel ausgekocht und gerumpelt.“

Heute zählt die Ortsgruppe 90 Mitglieder, die den Kindern ein vielfältiges Programm von Spielefesten und Erlebniswochen bis zum Kinderflohmarkt bieten. Mit Standing Ovations wurde Hadler für sein Engagement gedankt, zudem wurde er zum Ehrenobmann ernannt. Kinderfreunde-Landesgeschäftsführerin Barbara Binder zeichnete ihn mit dem Anton Afritsch-Ehrenzeichen aus, die Gemeinde widmete Hadler anlässlich des Jubiläums eine Bank, die im Judendorfer Park aufgestellt wird.

Sicherer unterwegs

Die Sicherung der Schulwege ist der Gemeinde Seiersberg-Pirka sehr wichtig.

Um Sichtbarkeit im Straßenverkehr ging es auch bei der Warnwestenverteilaktion für alle Taferlklassler von Bürgermeister Werner Baumann und GR Werner Koch. aumann wies auf Gefahrenquellen wie immer höher werdende Autos, abgelenkte FahrerInnen und die früh einsetzende Dämmerung hin.

Rund 130 Kinder wurden mit neuen Warnwesten sichtbarer gemacht. FOTO: Gemeinde Seiersberg-Pirka

Auch für Schulausflüge ist die Warnweste mit Gemeindewappen und besonderen Reflektorstreifen, die alle Kinder auch mit nach Hause nehmen können, bestens geeignet. „Wir werden auch weiterhin ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit der Kinder legen und wünschen allen eine unfallfreie Schulzeit“, so Bürgermeister Werner Baumann.

Bitte Platz nehmen!

Der Kindergemeinderat Raaba-Grambach trifft sich monatlich, um sich den Anliegen der Kinder zu widmen.

Gemeinsam werden einige Projektideen in die Tat umgesetzt. „Eine der ersten Ideen der Kinder waren zusätzliche Sitzgelegenheiten in der Gemeinde, die zum Wohlfühlen und Verweilen einladen“, berichten Nadja Ulz und Jakob Kramer (beteiligung.st, Projektleitung Kindergemeinderat).

Kunterbunte Sitzbänke zieren nun die Marktgemeinde Raaba-Grambach.

Und so wurde es kürzlich kunterbunt in den Hallen des Altstoffsammelzentrums Raaba Grambach. Die Kindergemeinderäte bemalten Sitzbänke, die in der Marktgemeinde aufgestellt werden.

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  • Dieser Inhalt ist: Redaktioneller Beitrag
Letzte Änderung am Freitag, 30 November 2018 09:45

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