Fundament für den künftigen Lebensweg

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Für die Erweiterung von Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen in GU hat die Landesregierung kürzlich 685.000 Euro an Förderungen für Baumaßnahmen bereitgestellt.

„Kinderkrippen und -gärten bieten nicht bloß Spiel und Spaß, sondern sind Bildungseinrichtungen, die das Fundament für den weiteren Lebensweg der Kinder legen“, betont Ursula Lackner, Landesrätin für Bildung und Gesellschaft. Daher initiierten das Land Steiermark und der Bund eine Ausbauoffensive, in deren Rahmen für die Jahre 2014 bis 2017 60 Millionen Euro zur Verfügung standen. Heuer fließen in der Steiermark weitere neun Millionen Euro an die Gemeinden bzw. Trägerorganisationen. Mit den unlängst von der Landesregierung beschlossenen 685.000 Euro werden insgesamt 9 Bauprojekte im Kinderkrippen- und Kindergartenbereich im Bezirk Graz-Umgebung realisiert.

Gefördert werden grundsätzlich nur fertig gestellte und abgerechnete Projekte, da die tatsächlich nachgewiesenen Baukosten die Grundlage für die Berechnung der Förderung bilden. „Diese Unterstützung der Gemeinden zeigt Wirkung“, betont Lackner. Die Zahl der in Kindergärten betreuten 3- bis 5-Jährigen ist in den letzten drei Jahren um sechs Prozent auf 29.350 gestiegen.

Diese Zahlen zeigen, dass die Kinderbildung- und -betreuungseinrichtungen von den steirischen Familien gerne angenommen werden. Bei den 4- bis 5-Jährigen verzeichnet das Land eine Betreuungsquote von rund 95 Prozent.

Insgesamt neun Bauprojekte werden in GU realisiert. FOTO: freepik.com

Daten & Fakten

Rund 33.300 steirische Kinder besuchen in diesem Jahr Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen, 29.300 davon einen Kindergarten. Seit 2013/14 ist die Zahl der Kinderkrippen im ganzen Land um 39 Prozent auf derzeit 229 Einrichtungen gewachsen, die von rund 4000 Kindern besucht werden.

Insgesamt stehen landesweit in den Krippen mehr als 5000 Plätze zur Verfügung – und in den kommenden Monaten werden es noch mehr.

Übersiedelt

Das Jugendzentrum „Kumm eina!“ in Raaba siedelte vom Franz-Schedlbauerweg in die Dr. Auner-Straße 20.

„Jeden 1. Samstag im Monat sind alle interessierten Jugendlichen (ab 9 Jahre) und Eltern eingeladen, im Jugendzentrum vorbeizukommen, um sich ein Bild von den zum Teil neuen Spielereien, dem vermehrten Raumangebot, dem Betreuer-Team und sonstigen Angeboten zu machen“, motivieren Nina Rath und Sebastian Unger vom Jugendzentrum „Kumm eina!“ in Raaba zum „Einakummen“.

Mehr Platz für Action und Spaß! FOTO: KK

"Gemeinsam Stark für Kinder"

Das Wohl von Kindern, Jugendlichen und deren Familien ist für die Marktgemeinde GratweinStraß engel von großer Wichtigkeit. In und um die Gemeinde gibt es viele gute kommunale und regionale Angebote, sowohl im Rahmen der Betreuung und Bildung von Kindern als auch in den Bereichen Gesundheit, Freizeit und der Unterstützung von Familien.

Damit Kinder die bestmögliche Chance haben, so aufzuwachsen, dass sie sich entfalten und ihre Potenziale nutzen können, müssen diese Einrichtungen gut und aufeinander abgestimmt zusammenarbeiten. Das passiert teilweise bereits in gewissen Bereichen und Altersgruppen. Aber es ist notwendig, dass dieser Austausch von der Schwangerschaft bis in den Berufseinstieg von Jugendlichen lückenlos stattfindet, damit ein gutes Begleitnetzwerk möglich ist. Bürgermeister Harald Mulle hat sich mit dem gesamten Gemeinderat dazu entschlossen, den in Gratwein-Straßengel lebenden Kindern und Jugendlichen diese Möglichkeit der Chancengerechtigkeit zu bieten: Die Marktgemeinde nimmt neben fünf

 

anderen Gemeinden in der Steiermark an der Pilotinitiative „Gemeinsam stark für Kinder“ des Ressorts Bildung und Gesellschaft des Landes Steiermark teil. Ziel dieser Initiative ist es, Kommunen dabei zu unterstützten, örtliche Institutionen, Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen, Schulen, Vereine etc. so miteinander zu vernetzen, dass allen Kindern unabhängig von ihrer Herkunft ein gut betreutes Aufwachsen in sicheren Strukturen ermöglicht wird.

Astrid Schatz wird als hauptamtliche kommunale Koordinatorin der Marktgemeinde GratweinStraß engel erst einmal alle vorhandenen Angebote und Strukturen rund um Kinder, Jugend und Familie sowie wichtige Daten der Gemeinde erheben, auflisten und analysieren. Im Anschluss daran wird in gemeinsamen Arbeitsgruppen aller beteiligten AkteurInnen eine sogenannte kommunale Präventionsstrategie mit Zielen und Maßnahmen ausgearbeitet.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gemeinsamstark.steiermark.at.

Astrid Schatz (li.) – im Bild mit Vzbgm. Doris Dirnberger.

In Amt und Würden

Es herrschte buntes Treiben im Gemeindeamt von Raaba-Grambach! Die Stimmung war ausgelassen, es wurde gut geplaudert, gelacht und eifrig Sessel gerückt.

Der Kindergemeinderat Raaba-Grambach startete im Frühjahr offiziell und das mit Erfolg: Insgesamt 40 Mädchen und Burschen folgten neugierig der Einladung ins Gemeindeamt und nahmen wie die Großen am Gemeinderatstisch Platz. Vor den Sommerferien gab es noch zwei weitere Sitzungen, bei denen „vor allem die Ideen und Anliegen der Kinder im Mittelpunkt standen“, so Nadja Maier und Jakob Kramer von beteiligung.st, der Fachstelle für Kinder-, Jugend- und BürgerInnenbeteiligung, die den Kindergemeinderat begleiten.

Gemeindeamt in Kinderhand.

Ziel ist es, den einen oder anderen Vorschlag im heurigen Jahr umzusetzen! Gefördert wird der Kindergemeinderat von der Marktgemeinde Raaba-Grambach und von Landesrätin Ursula Lackner mit ihrer Initiative „Mitmischen vor Ort“.

Nützen statt Kaufen

Car-Sharing wird immer moderner – diesen Trend greift nun auch Fratz Graz, die Fachstelle für Spiel(t)räume auf und legt ihn auf Outdoor-Spielsachen um. Auf sechs Spielplätzen in Graz-Umgebung stehen von Mai bis Oktober Spielzeug-Ausleihstationen bereit.

Die Idee der Spielzeug-Ausleihstationen stammt aus Skandinavien und Deutschland und ermöglicht ein „Nützen statt kaufen“. Indem Leihspielzeug in einer dafür vorgesehenen Kiste deponiert wird, ersparen sich Eltern und Kinder das lästige Schleppen.

Gefüllt sind die Boxen mit Outdoor-Spielsachen für Kinder, wie z.B. mit Bällen, Reifen, Springseilen, Sandschaufeln, -eimern und -förmchen u.a. „Die Spielzeugleihaktion hat das Potenzial, zum Selbstläufer zu werden. Denkbar ist, dass Nachbarschaftsinitiativen die Spielzeug-Ausleih-Stationen übernehmen und sich Spender für weitere finden“, so Ernst Muhr, Geschäftsführer von Fratz Graz und Initiator des Projektes. Auch Ursula Lackner, Landesrätin für Bildung und Gesellschaft, begrüßt diese Initiative: „Teilen lernt man schon in der Sandkiste – und dort am besten. Die Spielzeug-Ausleihstationen helfen, Barrieren zu überwinden.“

Bgm. Harald Mulle (Gratwein-Straßengel), LRin Ursula Lackner und Ernst Muhr (Fratz Graz) FOTO: Land Steiermark

Damit das System funktioniert, braucht es auch ein paar Spielregeln. Die sind wichtig, da die Initiative nur dann langfristig bestehen kann, wenn sich alle Spielplatzbesucher um den Erhalt von Spielzeug und Kiste kümmern und pfleglich damit umgehen. Die Spielzeug-Ausleih-Station ist eine Initiative von Fratz Graz und wird vom Ressort Bildung und Gesellschaft des Landes Steiermark und den jeweiligen Gemeinden unterstützt. Spielzeug-Ausleih-Stationen sind in der Marktgemeinde Gratwein-Straßengel („Naturfreunde-Spielplatz“, „Waldwichtelpark“, „Park für Ehrenbürger & Ehrenzwerge“, „Kleiner Racker Spielplatz“) und in der Marktgemeinde Raaba-Grambach (Spielplatz Raaba, Spielplatz Grambach) zu finden.

Weitere Informationen

  • Dieser Inhalt ist: Redaktioneller Beitrag
Letzte Änderung am Dienstag, 26 Juni 2018 09:30

Das könnte Sie auch interessieren!