Ein Garten für alle Sinne

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Auf einer Fläche von rund 2.500 m² befindet sich auf dem Voitsberger Schlossberg ein Naschgarten der besonderen Art: In Anlehnung an die zukunftsweisenden Initiativen von Erzherzog Johann, der auch ein leidenschaftlicher Sammler alter Obstsorten war, haben das Stadtmarketing Voitsberg.com und Flower Power für Stadt und Region eine der vielen Ideen des großen Steirers wieder aufleben lassen.

Obst, Kräuter und Blumensorten, die einst in den Bauerngärten wuchsen, laden zum Verweilen und –wo eben möglich – zum Verkosten ein. Der Garten soll sowohl Erwachsenen als auch Kindern einen Ort der Ruhe und der Naturverbundenheit bieten. Eine Oase, nur wenige Gehminuten von der Stadt entfernt, wo man an Obst und Kräutern naschen und Informationen über diverse Pflanzen erhalten kann. Der Wildzaun, der den Garten umschließt, hat ein großes Eingangstor, das während des Tages geöffnet ist.

Darüber hinaus ist der Erzherzog Johann Genuss-, Sinn- und Naschgarten nach der Gestaltung der der Stadt Voitsberg zugewandten Seite des Schlossbergs mit dem Sagenberg, der Galerie am Schlossbergtor, der Josefstatue, der Schlossbergarena, dem Häuptling König, dem Energieerlebnispark und der gärtnerischen Gestaltung ein weiterer Schritt zur Umsetzung einer geplanten Energie- und Erlebniswelt.

Klatschmohn, Blume des Jahres 2017

Das gewohnte Bild des rotgetupften Getreidefeldes, das jeder vor seinem inneren Auge sieht, wenn er an eine Ackerkultur denkt, ist in der Realität in den letzten Jahren rar geworden. Um auf das fortwährende Verschwinden vieler Ackerwildkräuter aufmerksam zu machen, hat der Naturschutzbund nun den Klatschmohn zur „Blume des Jahres 2017“ für Österreich ernannt.

Der Naturschutzbund setzt sich darüber hinaus intensiv für die Förderung der bunt blühenden Artenvielfalt ein. So dient der Klatschmohn als Schirmart für alle anderen, oft stark bedrohten Ackerwildkräuter. Durch den Rückgang der Wildpflanzen in den Äckern verliert unsere Kulturlandschaft nicht nur optisch an Reiz. Durch die verringerte Vielfalt sind auch Bestäuber wie Schmetterlinge, Hummeln und Bienen bedroht.

Klatzmohn als Heilpflanze

Beim Anritzen der unreifen Samenkapsel oder auch beim Abbrechen des Stängels tritt weißer, klebriger Milchsaft aus.

Alle Teile der Pflanze sind aufgrund von Alkaloiden, besonders Rhoeadin, leicht giftig. Der Alkaloidgehalt in der Pflanze ist aber gering. Die Wirkung bei der Einnahme ist beruhigend und schleimlösend, doch sollte man ihn nur in kleinen Mengen anwenden. Zum Teil werden getrocknete Blätter auch für die Teezubereitung verwendet.

Gefährdung
Da er relativ anspruchslos ist, gilt der Klatschmohn als Überlebenskünstler.

Er wird durch die Methoden der modernen Landwirtschaft immer weiter aus den Getreidefeldern verdrängt – in Österreich gilt er aber aktuell nicht als gefährdet.

Ein Ort zum Verweilen

Der Lebenspark 2000 der Marktgemeinde Raaba- Grambach ist ein wahres Juwel und ein beliebter Ort, um auszuspannen und auf einer der vielen Bänke zu rasten. Das derzeitige Parkgelände erstreckt sich direkt im Ortszentrum auf rund 11.000 m² und bietet eine Vielzahl von versteckten Plätzen zum Verweilen.

Als wunderbares Kleinod steht inmitten des Parkareals die rund 100-jährige Böhmervilla - im Jugendstil erbaut, rund um das Jahr 2000 von der Gemeinde erworben und in Erhaltung des Baustils renoviert. Dieses Haus, nun „Ärztehaus Böhmervilla“ genannt, beherbergt Ordinationen von sechs verschiedenen Wahlärzten.

Im Mittelpunkt des inneren Kreises des Parks befindet sich ein 4,8 Tonnen schwerer, von Wasser überlaufener „Erzstein“. Dieser Quellstein war ein Geschenk vom steirischen Erzbergbau an Bürgermeister a.D. Josef Gangl – in ihm finden sich 16 verschiedene Erze, die der steirische Erzberg in sich gebunden hat.

Im Bereiche der höchsten Erhebung des Parkgeländes wurde eine ebene Fläche im Ausmaß von ca. 60 m² wallmäßig ausgeformt. Dort steht nun der „Parkpavillon“ mit seiner eigenen Ausstrahlung und Übersicht über einen Großteil des Parks, bereit zur zusätzlichen Nutzung für Dichterlesungen, Modeschauen, musikalische Vorführungen oder kleine Veranstaltungen. Ein besonderes „Wandelobjekt“ sind die 1.100 Meter langen Wege durch den Park, die durch verschiedene Gartenwelten führen. Darin zusammengefasst finden sich viele Kleingärten, Vorgärten, Hof- und Küchengärten, Weiher- und Quellgärten, Steingärten, Schattenanlagen mit Rhododendren, Azaleen, Farnen, Gewürzkräutergärten Wege und Höhenstufen. Ein Besuch des Lebensparks lohnt sich immer, denn die besondere Artenvielfalt bringt den Park das ganze Jahr über zum Blühen. Für die Komposition verantwortlich ist Alfred Zenz, der auch Führungen im Park anbietet.

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  • Dieser Inhalt ist: Redaktioneller Beitrag
Letzte Änderung am Montag, 24 April 2017 15:17

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