Vorwärts und nicht zurück!

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Bei der Landesfrauenkonferenz der SPÖ Steiermark in Frohnleiten wurden die künftigen politischen und personellen Weichenstellungen der SPÖ Frauen Steiermark beschlossen.

Als neue Landesgeschäftsführerin wurde Christiane Wind aus Bärnbach gewählt, als Vorsitzende Elisabeth Grossmann mit 98 % bestätigt. Der die wesentlichen Lebensbereiche von Frauen betreffende Leitantrag wurde einstimmig angenommen. Vor allem geht es künftig darum, dass Frauen nicht die Opfer der Digitalisierung werden, sondern vielmehr von den Chancen der Digitalisierung verstärkt profitieren können.

Dazu müssen die Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensiven in diesem Bereich fortgesetzt werden - die in der Steiermark ein besonders hohes Niveau haben - und es darf keinesfalls bei der Frauenqualifizierung in der Arbeitsmarktförderung gekürzt werden! „Die Antwort auf die Digitalisierung und Automatisierung muss eine schrittweise Arbeitszeitverkürzung Richtung 30 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich sein und eine Wertschöpfungsabgabe anstelle der Lohnsteuer. Die Arbeitszeitverlängerung erschwert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und drängt wieder die Entscheidung auf:

Herzliche Atmosphäre. FOTO: Patrick Neves

Entweder Beruf ODER Familie. Wir aber wollen, dass ein Sowohl-als-auch für Männer und Frauen eine Selbstverständlichkeit ist“, so die wiedergewählte Vorsitzende Elisabeth Grossmann. Weitere Themen: Der Ausbau der ganztägigen Kindergärten und Schulen darf nicht verlangsamt werden, Bekämpfung der Armut, staatliche Unterhaltssicherung bis zur Selbsterhaltungsfähigkeit, Gewaltschutz insbesondere auch was Hass im Internet angeht, leistbares und lebenswertes Wohnen in Stadt und Land, Mobilität, KonsumentInnenschutz etc. Das Motto der Frauenkonferenz lautete „Vorwärts und nicht zurück“. In den letzten Jahren wurde in Richtung Chancengerechtigkeit vieles erreicht. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurde verbessert und die Einkommensschere schließt sich allmählich. Aber es ist noch viel zu tun. Keinesfalls darf es eine Rückwärtsbewegung geben!

Karin Greiner, Elisabeth Grossmann, Gabriele Heinisch-Hosek. FOTO: Patrick Neves

Treten für Chancengerechtigkeit ein: Renate Bauer, Ursula Lackner und Karin Greiner.

Für dich da!

Noch bis 6. Dezember haben alle Beschäftigten im Bereich der Land- und Forstwirtschaft - von den Forstbetrieben über die Gärtnereien, Baumschulen, Imkereien bis hin zu den Weinbau- und bäuerlichen Betrieben – die Möglichkeit, bei der Landarbeiterkammer-Wahl ihre Stimme abzugeben.

In den Bezirken Graz-Umgebung und Voitsberg sind von steiermarkweit 10.500 rund 1.500 Beschäftigte wahlberechtigt. Gewählt wird wie bei der AK-Wahl mittels Briefwahl.

Die Wahlberechtigten haben am 22. November die Unterlagen erhalten und noch bis 6. Dezember Zeit, ihre Stimme abzugeben. Zur Wahl steht auch FSG-Spitzenkandidat Markus Dick, der für einen Mindestlohn von 1.500 Euro für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe eintritt. Weitere Forderungen: Der 12-Stunden-Tag sollte gerade bei der schweren körperlichen Arbeit in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Bereich Gartenbau und Baumschulen eine absolute Ausnahmeregelung mit Spielregeln auf Augenhöhe sein.

Augenhöhe sein. „Die FSG unterstützt die Aushöhlung der Mitbestimmungsrechte auf keinen Fall“, so Dick. Die Gleichstellung von Frauen in der Arbeitswelt - gleicher Lohn für gleiche Arbeit – ist ebenso Thema wie faire Regeln für SaisonarbeiterInnen und ErntehelferInnen. Und natürlich: „Überstunden die geleistet werden müssen, müssen korrekt ausbezahlt werden.“ Es geht um die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe.

FSG-Spitzenkandidat Markus Dick . FOTO: Thomas Sattler

„Ich möchte, dass es ihnen genauso gut geht, wie den Metallern. Deshalb braucht es eine sozialdemokratische Handschrift in der Landarbeiterkammer. Markus Dick und die FSG werden die Anliegen mit Nachdruck vertreten“, so LH-Stellvertreter Michael Schickhofer.

Impulse für Wacchstum und Beschäftigung

Der steirische Landeshauptmann-Vize Michael Schickhofer setzt sich seit Jahren für den Aufschwung in den steirischen Regionen ein. Auf seine Initiative hin gibt es seit Beginn dieses Jahres ein neues Regionalentwicklungsgesetz, das es den Regionen ermöglicht, selbstständig Projekte auf den Weg zu bringen.

LH-Stv. Michael Schickhofer und Zukunftsforscher Matthias Horx planen die Steiermark „auf lange Sicht“. FOTO: Erwin Scheriau

100 Millionen Euro werden so in die steirischen Regionen investiert, um Arbeitsplätze zu sichern, neue zu schaffen und allen Menschen mehr Perspektiven zu geben. 600 Projekte befinden sich derzeit steiermarkweit in der Umsetzung. Um diesen Prozess weiterzuentwickeln und erfolgreich in die Zukunft führen zu können, zeichnet und entwirft Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer im Moment mit allen steirischen Regionen die Zukunftsbilder für die nächsten 15 Jahre. Gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern vor Ort werden Lösungen diskutiert und erarbeitet. Der von Schickhofer eingeleitete Zukunftsprozess „Steiermark 2030+“ beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die Steiermark in den nächsten Jahren entwickeln soll. „Alle Steirerinnen und Steirer müssen von den Entwicklungen profitieren“, so Schickhofer. Mit dem Zukunftsprozess will er die Entwicklungen in der Steiermark auf lange Sicht planen und aktiv gestalten.

Möglichst viele Steirerinnen und Steirer sollen bei der Zeichnung des Zukunftsbildes der Steiermark eingebunden werden. „Im Jahr 2030 sollen alle Steirerinnen und Steirer ein glückliches Leben führen können. Wir brauchen Wohlstand für alle in unserem Land, eine intakte Umwelt, sichere Arbeitsplätze und schönes, leistbares Wohnen. Im Jahr 2030 sollen die glücklichsten Menschen der Welt nicht in Norwegen, sondern in der Steiermark leben“, freut sich Michael Schickhofer auf die Umsetzung der Entwicklungsstrategie.

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  • Dieser Inhalt ist: Redaktioneller Beitrag
Letzte Änderung am Freitag, 30 November 2018 10:28

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