Feines Biker- und Countryfest

Artikel bewerten
(0 Stimmen)

Das bewährte Duo Biker- und Countryfans zeigte auch beim Fest in der Gratkorner Schmankerlstube starke Wirkung.

Mit dem unvergleichlichen Sound von Harley, Honda, Ducati oder Suzuki fuhren Dutzende Biker in den Gastgarten ein. Dort wurden die Kurvenkönige von Wirtin Sabrina Kyburz-Kirsch und den Linetänzern erwartet. Pater Benedikt Fink erbat den Segen für die Biker. Auch das erwies sich als bewährtes Duett: Gratkorns Vizebürgermeister Günther Bauer ist Protestant und assistierte ganz im ökumenischen Sinn dem katholischen Ortspfarrer als Ministrant. Im Anschluss brachte Jeff Forester Augen und Ohren der Freunde von Countrymusik zum Leuchten und Klingen.

Biker Stoney Steiner aus Stübing, Pater Benedikt Fink, Sabrina Kyburz-Kirsch und Günther Bauer bei der Bikersegnung in Gratkorn. FOTO: Edith Ertl

Stimmiges Stiwoller Dorffest

Tausende Besucherinnen und Besucher genossen beim Dorffest das kulturelle Programm und die Gastfreundschaft der Stiwoller Vereine. Kulinarischer Spitzenreiter war die Strudelsuppe, die sich auch NAbg. Karin Greiner schmecken ließ.

„Ich schau‘ mich immer wieder gerne auf der Handwerksstraße um und bewundere die Schnitzkunst der Stiwoller Krippenschnitzer, die Stick- und Häkelkunst beim Handarbeitsstand und die handgefertigten Schmuckstücke, mir gefallen die selbst gemachten Sachen, darin steckt viel Können und Liebe zum Detail“. Korbnäher Erwin zeigte, wie früher diese Gebrauchsgegenstände hergestellt wurden. „Es war die Winterarbeit der Bauern. Wenn Schnee auf den Äckern lag, dann wurden die Körbe für Küche und Keller gemacht.“

Damals wie heute wird dazu gelbe Korbweide geschnitten, gespalten, gehobelt und auf dem Dachboden getrocknet. Vor der Verarbeitung kommen die Ruten für zehn Stunden ins Wasser. Die handgeschnitzte Kreiskegelbahn bewunderte St. Oswalds Vizebürgermeister Leo Klimacsek. Die Stiwoller Schnitzerrunde punktete damit selbst bei der Computerspiel-verwöhnten Jugend. 

Dort schaute auch Übelbachs Gemeindekassier Franz Endthaller vorbei. Er organisiert am 21. September von 8.00 bis 14.00 Uhr den ersten Übelbacher Trachtenflohmarkt beim Pastner-Teich. „Vor allem Kinder wachsen aus Dirndl und Lederhose schnell heraus, aber auch Erwachsene haben im Schrank Trachtengewand hängen, das sie nicht mehr anziehen und das andere gut brauchen können“, sagt der Übelbacher. Und auch das liebten die Besucher am Stiwoller Dorffest: An jedem Eck gab es Livemusik, die ohne Verstärker auskam.

St. Oswalds Vzbgm. Leo Klimacsek und Übelbachs GK Franz Endthaller trafen sich bei der Stiwoller Schnitzerrunde auf einen Plausch. FOTO: Edith Ertl

Gerhard Binder erklärt Leo Klimacsek, wie die die von ihm geschnitzte Kreiskegelbahn funktioniert. FOTO: Edith Ertl

Der Ortskern von Stiwoll wurde beim Dorffest zum Besuchermagneten. FOTO: Edith Ertl

Stiwolls SP-Ortsparteivorsitzender Max Glawogger und NAbg. Karin Greiner bewunderten die Kunst von Korbnäher Erwin. FOTO: Edith Ertl

25 Jahre soziale Kompetenz

Der ESV Alte Maut Seiersberg feierte mit seinem Herbstfest auch 25 Jahre Integration.

„Das Team von Obmann Peter Ehgartner war der erste Stocksportverein, der vor einem Vierteljahrhundert Sportler mit Behinderung integriert hat“, betonte Ludmilla Remler vom Special Olympics-Vorstand.  „Es war damals nicht so einfach, denn es gab kaum einen Verein, der behinderte Menschen als gleichberechtigte Mitglieder aufgenommen hat“, erinnert sich Ehgartner. Stolz auf diese Pionierleistung ist Seiersberg-Pirkas Bürgermeister Werner Baumann: „Der ESV Alte Maut ist ein Vorzeigeverein, der einen wichtigen Schritt gegen die soziale Kälte im Sport gesetzt hat.“

U. Hebesberger, J. Leichtfried, V. Nussbaum, O. Wieser, W.  Baumann, P. Ehgartner und K. Ploder. FOTO: Edith Ertl

Schulbau in Gratkorn wird zur juristischen Angelegenheit

Es ist die große Stärke der Demokratie, unterschiedliche Meinungen haben zu dürfen. Wenn bei Meinungen aber unlauter „nachgeholfen“ wird, dann kann es eine Anzeige hageln. So geschehen in Gratkorn, wo der geplante Schulbau um eine Facette im Hickhack reicher wurde.

Zur Vorgeschichte: In Gratkorn entsprechen beide Volksschulen (gebaut 1891 bzw. 1902) nicht mehr den Anforderungen der Zeit. Berichten von Fachleuten zufolge sind die Gebäude für schulische Zwecke nicht sanierbar. Die Gemeinde plant einen Neubau, dafür spricht sich auch das Land als Fördergeber aus. Eine Fraktion im Gemeinderat schließt sich dieser Meinung nicht an und startete eine Unterschriftenaktion, um den Bau zu verhindern. 

Stichproben ergaben, bei den Unterschriften liegen Mängel vor. So soll es in einigen Fällen zu Korrekturen beim Familiennamen hinsichtlich der Schreibweise gekommen sein, Adressen oder Geburtsdatum sollen mit dem Namen nicht übereinstimmen und Mehrfacheintragungen vorliegen.

Erlangt eine Behörde Kenntnis solcher Ungereimtheiten, ist sie zur Meldung an höhere Instanz verpflichtet. In Gratkorn erfolgte eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft. Im Juni übergaben die Grünen die Unterschriftenlisten. Für eine Volksbefragung bedarf es der Unterschrift von zehn Prozent der stimmberechtigten Gratkorner. Laut Wählerverzeichnis waren zum Stichtag 6.530 Gratkorner wahlberechtigt. Mit 691 anerkannten Stimmen wären die gesetzlichen Erfordernisse erfüllt, die Antragsteller (Holzer und Kabon) erhielten dennoch einen negativen Bescheid der Gemeinde (nachzulesen auf www. gratkorn.gv.at/service). 

Bgm. Helmut Weber (re.) und Vzbgm. Günther Bauer (beide SPÖ) sind wie FPÖ und ÖVP für den Schulneubau, doch momentan sind die Juristen am Zug. FOTO: Edith Ertl

Der Gesetzgeber sieht eine Volksbefragung nur für künftige Planungen vor, um als Mittel direkter Demokratie Entscheidungen und Planungen beeinflussen zu können, welche noch beeinflussbar sind.

Der Grundsatzbeschluss zur Zusammenlegung der beiden bestehenden Volksschulen an einem neuen Standort wurde aber bereits im September 2017 gefasst. Die Mehrheit im Gemeinderat spricht sich für ein Schulzentrum aus. Vieles spricht dafür, die Volksschule neben NMS und PTS zu errichten. So verringern sich die Wegzeiten für Eltern mit Kindern in unterschiedlichen Schulstufen bei einem gemeinsamen Schulstandort. Und die Kinder sind bei Schulveranstaltungen in Sporthalle und Schwimmbad nicht dem Straßenverkehr ausgesetzt.

Kochen lernen mit Hauben

Der Herbst ist für die Spitzenköche des Landes immer eine besondere Zeit – werden ja da die begehrten Hauben des „Gault Millau“  verliehen.

Eines der höchst dekorierten Restaurants der Steiermark ist bekanntlich in Premstätten zu Hause – das „Kupferdachl“ hat schon seit einiger Zeit gleich zwei Hauben, die Küchenchef Daniel Edelsbrunner erkocht hat - seit 2017 gemeinsam mit Souschef Kevin Hamminger. Schön für alle Genießer: Edelsbrunner teilt sein Wissen auch gerne, in seiner Kochschule „Kocherei“ lädt er im Herbst zu spannenden Kochkursen. Versprochen wird „Kochen aus Leidenschaft”. 

Mit viel Enthusiasmus und Geduld werden die einzelnen Schritte erklärt und an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer herangeführt. Das Resultat ist ein Menü mit fünf Gängen, das alle Kochschüler am Ende des Abends zusammen genießen. Auf dem Lernplan für Herbst stehen die Themen „Best of beef“ am 8. Oktober, „Wild auf Wald“ am 5. November und „Gansl und Wildgeflügel – wir lassen die Federn fallen“ am 11. November.

GU-Spitzenkoch Daniel Edelsbrunner lädt zu Kochkursen ins  „Kupferdachl“. FOTO: Werner Krug

Anmelden kann man sich per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, weitere Infos gibt’s auf www.kupferdachl.at. 

Ein Kurs kostet 150 Euro pro Person – inklusive Aufessen am Ende  natürlich.

Baustellen in Deutschfeistritz

Nicht nur auf Straßen und Autobahnen haben im Sommer die Baustellen Hochsaison, auch in Deutschfeistritz wurde an gleich drei großen Baustellen tatkräftig zum Wohle der Bevölkerung gearbeitet.

Die Sanierung des Schulzentrums ging diesen Sommer bereits in die zweite Phase. Aus heutiger Sicht ist die Fertigstellung bis zum Beginn des Schuljahres 2020/2021 gesichert.

Vzbgm. Josef Fuchs

Der Neubau der Kinderkrippe schreitet auch mit großen Schritten voran. Bereits im Jänner sollen hier die Tore für die Kleinsten geöffnet werden. „Die Sanierung der Ölbergkapelle  konnte zum Glück nun doch fortgeführt werden. Hier bin ich besonders auf die zahlreiche Bürgerbeteiligung stolz," so Vizebürgermeister Josef Fuchs.

Sanierung des Schulzentrums.

Neubau der Kinderkrippe.

Sanierung der Ölbergkapelle.

Weitere Informationen

  • Dieser Inhalt ist: Redaktioneller Beitrag
Letzte Änderung am Samstag, 28 September 2019 08:06

Das könnte Sie auch interessieren!

Banner 1000x180 | TIPPS (oben)