Standing Ovations für Ursula Rauch

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Kalsdorfs scheidender Bürgermeisterin Ursula Rauch wurde bei ihrem Ausstand minutenlanger Applaus zuteil. Die 62-Jährige verabschiedete sich von der Politik in den Ruhestand, mit Manfred Komericky wurde ihr bisheriger Vize zum Bürgermeister gewählt. Neue 1. Vizebürgermeisterin ist Karin Boandl-Haunold, Patrick Trummer ist Gemeindekassier, Sandra Goldberger rückte als Gemeinderätin nach.

23 Jahre engagierte sich die frühere Kindergartenpädagogin in der Gemeindepolitik, zehn Jahre davon als Bürgermeisterin. Rauch baute Kalsdorf als Wohngemeinde mit herzeigbarer Infrastruktur und als Schul- und Wirtschaftsstandort aus. Mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze wurden in dieser Zeit geschaffen. „Als Bürgermeisterin kann ich mit meinem Gemeinderat dafür nur für die Rahmenbedingungen sorgen“, sagt Rauch bescheiden und zählte die lange Liste jener auf, denen sie in der Abschiedsrede dafür dankte. Den Platz in der Geschichte hat sie sich als „Bürgermeisterin mit Herz“ längst gesichert. Der größte Verdienst von Rauch ist ihr beharrlicher Einsatz für die Schwächsten in der Gesellschaft. Bei Kindern und Jugendlichen, AlleinerzieherInnen, Menschen mit Behinderung, Alten und Kranken lief sie zu Höchstleistungen auf. Und es gelang ihr, über Parteigrenzen hinweg dafür Verbündete zu finden.

Rauch ging für den Frieden innerhalb der Gemeinde bis an ihre Grenzen , ohne nach Parteizugehörigkeit zu fragen. „Kalsdorf ist eine absolute Erfolgsgeschichte“, bestätigte LH-Stellvertreter Michael Schickhofer in seiner Festrede und bezeichnete Rauch als deren Baumeisterin. „Du hast immer das Miteinander in den Vordergrund gestellt und legst etwas Großartiges in die Hände deines Nachfolgers“, betonte LR Ursula Lackner. Manfred Komericky wurde von BH-Stellvertreter Helmut Krenn als Bürgermeister angelobt. Der 59-jährige Generalmajor ist beruflich stellvertretender Polizeidirektor und will nach Jahren des Zuwachses den Schwerpunkt auf Entschleunigung und eine ausgewogene Balance legen, um die Lebensqualität der Bevölkerung zu erhalten. „Wir sind an einem Punkt angekommen, wo wir das Bestehende optimieren müssen“, so  Komericky.

"Bildung schafft Chancen!"

Im Gespräch mit WIR in GRAZ UMGEBUNG erzählt Gründerin und Obfrau Corinna Pummer-Pilaj vom Grazer Verein Aufwind, der seit über 11 Jahren eine „Bildungs-Brücke zwischen Uhrturm und Machu Picchu“ baut und dem über 1000 peruanische Kinder in fünf verschiedenen Partnerschulen wesentlich bessere Chancen auf dem regionalen Arbeitsmarkt verdanken. Wichtig: Die Idee dahinter ist nicht einseitige Hilfeleistung, sondern gegenseitiger Austausch.

Wie sind Sie vor 11 Jahren auf die Idee gekommen, ein Bildungsprojekt in Peru zu initiieren?

Das war eher Zufall, gepaart mit jugendlicher Unbeschwertheit und dem starken Willen, einen solidarischen Beitrag in und für diese Welt zu leisten. Globale Ungerechtigkeit wurde mir schon sehr früh bewusst, als ich mit 8 Jahren einen TV-Beitrag über EntwicklungshelferInnen in Afrika gesehen habe.

Alle MitarbeiterInnen beim Verein Aufwind arbeiten seit Anbeginn ehrenamtlich. Wie kann man über so lange Zeit die Motivation aufrecht halten?

Für mich persönlich ist es ein Herzensprojekt. Da folge ich meiner inneren Stimme und dann ist die ganze Arbeit eigentlich keine Arbeit, sondern sinnerfüllendes Sein und kreatives Schaffen. Ich möchte die positive Energie, das kraftvolle Miteinander und den inspirierenden Austausch nicht missen.

Was waren die größten Herausforderungen?

In 11 Jahren gab es natürlich auch vereinzelt Probleme oder Rückschritte. Wobei ich im Nachhinein auch jeden Rückschritt im Endeffekt als Fortschritt sehe. Manches hat uns weitergebracht, anderes haben wir auch sein lassen und unsere Energien in neue Ziele gesteckt. Am Ende wird alles gut, hat meine Oma schon immer gesagt :-).

Corinna Pummer-Pilaj sieht es als ihre Aufgabe, sich aktiv  gegen die globale Ungleichheit zu stellen. FOTO: Fotostudio44

Was muss man im Feld der EZA besonders beachten?

Wir legen besonderen Wert darauf, das eigene Menschenbild und das eigene Weltverständnis kritisch zu hinterfragen. Es geht darum, gegenseitige Bildungs- und Entwicklungsprozesse bewusst wahrzunehmen und sich gemeinsam als MitgestalterInnen – egal ob in Österreich, Peru oder anderswo – für globale Themen zu engagieren.

Wie sieht die Zukunft aus?

Nachdem sich die aktuelle globale Agenda der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen endlich nicht mehr ausschließlich auf die sogenannten Länder des Südens konzentriert, sondern im Sinne einer guten globalen Partnerschaft alle Länder dieser Erde adressiert, überlegen wir, mit Aufwind zukünftig auch Projekte für junge Menschen hier in Österreich zu organisieren.

Wie kann man sich engagieren?

Wir sind jederzeit über begeisterungsfähige und motivierte Menschen jeden Alters erfreut, die uns persönlich oder finanziell unterstützen möchten. Alle, die nun neugierig geworden sind und den legendären Aufwind Spirit erleben möchten, sind eingeladen, uns auf unserer Website (www.aufwindperu.org) oder auf Facebook (Aufwind Peru) zu besuchen und unsere Arbeit genauer kennenzulernen. 

Verdiente Ehrung

Bei der SPÖ-Jahreshauptversammlung in Sankt Oswald bei Plankenwarth wurde Bürgermeister Andreas Staude für seine 40-jährige Mitgliedschaft zur Sozialdemokratie geehrt.

LAbg. Oliver Wieser würdigte die Verdienste des Jubilars, der sich seit Jahrzehnten für ein gutes Miteinander in der Gemeinde einsetzt. Staude fördert als tragende Säulen im Dorfgeschehen die Vereine und Institutionen, hat ein offenes Ohr für die Anliegen von Jugend, Familien und Senioren und kämpft um Arbeitsplätze in der knapp 1.300 Einwohner zählenden Gemeinde. 

Für 40 Jahre Parteizugehörigkeit erhielt Bgm. A. Staude von O. Wieser (links) und C. Schauer die Ehrenurkunde der  Sozialdemokratie.

Als größtes Leitprojekt der letzten Jahre wurde im Vorjahr das neue Gemeindezentrum eröffnet, das mit Cafe, Kindergarten, Nachmittagsbetreuung und Gewerbebetrieb zu einem schmucken Kommunikationszentrum wurde. Andreas Staude erlernte den Beruf des Starkstrommonteurs, arbeitete bei den ÖBB und ist seit 20 Jahren Bürgermeister. Dieses Jubiläum will er bei einem Frühschoppen im Sommer feiern.

Erfolgreiche Bilanz

In Werndorf hielten Ortsparteivorsitzender Vizebürgermeister Alexander Ernst und die der SPÖ nahestehenden Organisationen Kinderfreunde, Pensionistenverband, Junge Generation und Frauenkomitee einen positiven Rückblick über Erreichtes und ließen in künftige Vorhaben blicken.

Nächster großer Event ist der Familiensporttag am 1. Mai, der mit großer Beteiligung der SPÖ-Gemeinderäte organisiert wird.

Bgm. Willi Rohrer und LAbg. Oliver Wieser mit OV Alexander Ernst und seinen Stellvertretern Margot Maier und Christoph Reinbacher. FOTO: Edith Ertl

Das Gastreferat hielt LAbg. Oliver Wieser. „Werndorf ist ein gutes Beispiel für eine Gemeindepolitik, die nah an der Bevölkerung ist, das ist eine Stärke der Sozialdemokratie. Wir müssen hinhören, wo die Leute der Schuh drückt und auf die sozialdemokratischen Stärken wie Solidarität und Menschlichkeit hinweisen und diese leben“, betonte Wieser. Der Leistungsbericht von Bürgermeister Willi Rohrer zeigte Erreichtes für die Gemeinde auf, darunter Sport- und Kinderbetreuungs-Einrichtungen, Ortsbildverschönerung sowie das Kulturangebot, das über die Ortsgrenzen hinaus von der Bevölkerung gerne angenommen wird. Leitprojekt ist der derzeitige Zu- und Umbau der Volksschule. 

Dank & Anerkennung

Eine beeindruckende Bilanz für 2018 präsentierte die FF Judendorf-Straßengel bei ihrer 127.  Wehrversammlung.

So waren bei 68 Einsätzen 686 Mitglieder 1.982 Stunden unterwegs, 453 Mitglieder haben in 1115 Stunden 32 Übungen absolviert, in 407 Tätigkeiten  (Techn. Dienste, Verwaltung …) investierten 1.393 Mitglieder 10.302 Stunden und an einer Leistungsprüfung nahmen 10 Mitglieder 30 Stunden lang teil. 

NAbg. Karin Greiner und Bgm. Harald Mulle bedankten sich für den  unermüdlichen Einsatz der Feuerwehrleute.

Das ergibt in Summe eindrucksvolle 13.429 freiwillige Einsatz- und Tätigkeitsstunden! Im Rahmen der Wehrversammlung wurde Oberbrandinspektor a. D. Hansdieter Klasnic für seine über 40-jährige Feuerwehrmitgliedschaft von NAbg. Karin Greiner
 ausgezeichnet.

Helfen Sie mit!

Die Kinderdrehscheibe aktualisiert im Auftrag des Landes Steiermark die bestehende Online-Plattform Ferienbetreuung Steiermark.

Es erfolgt eine steiermarkweit flächendeckende Bestandsaufnahme sämtlicher Kinderbetreuungsangebote für die Ferienzeit. Das Service bietet für die Altersgruppe von 3 bis 15 Jahren eine exakte Filtermöglichkeit der Sommer-, Herbst-, Weihnachts-, Semester-, Oster- und Pfingstferien.

Je mehr Angebote zusammengetragen werden können, umso bunter die Ferienzeiten für die Kinder. Deshalb bittet die Kinderdrehscheibe um Ihre Mithilfe: Sie bieten Ferienbetreuung an? Dann wenden Sie sich an Mag.a Pia Derler unter E-Mail: pia.derler@ stmk.volkshilfe.at oder Telefon: 0676/ 870 833 065.

 Wir wollen das ganze Programm!

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Letzte Änderung am Donnerstag, 18 April 2019 13:27

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