Ausstellung „Aufbruch Heimat(en)“ –
Teil 1 // Der Aufbruch in Eggersdorf bei Graz
Was bedeutet Heimat in einer sich ständig verändernden Welt? Diese Frage beleuchten aktuell neun Kunstschaffende aus der Region Hügelland-Schöcklland in einer vielseitigen Ausstellung in Eggersdorf bei Graz.
Café Marie/Gold & Pech Theater. Am 14. Juli wurde der erste Teil des zweiteiligen Ausstellungszyklus im Café Marie/Gold & Pech Theater eröffnet – ein neuer Kulturort in Eggersdorf bei Graz, der Raum für kulturelle Begegnungen schafft. Die vom Verband zur Förderung der Regionalentwicklung im Hügel- und Schöcklland initiierte Schau steht unter dem Titel „Aufbruch Hei-mat(en)“. Die neun Kunstschaffenden sind sich einig: Heimat ist kein rein geografischer Ort, sondern als sozialer Resonanzraum zu verstehen, der unmittelbar mit der individuellen Entwicklung und eigenen Identität zu tun hat. Diese Tatsache bringen die Künstle-rinnen und Künstler mit unterschiedlichen Stilen, Materialien und Perspektiven zum Ausdruck. Sie ergründen in ihren Werken die Facetten von Identität, Verwurzelung und Neubeginn und präsentieren „Heimat“ als verbindendes Element und Öffnung nach au-ßen.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Reinhard Pichler und Leader-Managerin Kerstin Lieb, führte Kunsthistorikerin und Galeristin Valerie Schiller durch den Abend und stellte die mitwirkenden Künstlerinnen und Künstler vor: Roswitha Liebminger, Keramik; Isabella Müller-Fuchs, Malerei; Regina Peier, Malerei; Theresia Plank-Zebinger, Malerei; Doris Sailer, Malerei; Carolina Sales Teixeira, Malerei; Hans Steffin, Federzeichnung; Robert Wendl, Skulptur; Esther Wendt, Malerei. Autor Bernhard Valta aus Vasoldsberg teilte in einem eigens verfassten Text seine Gedanken zum Thema Heimat. Die Eggersdorfer Musikerin Eva Jiménez begleitete die Vernissage am Klavier und beeindruckte das zahlreich erschienene Publikum mit ihren Eigenkompositionen.
Die Ausstellung kann noch bis 26. Juli zu den Öffnungszeiten des Café Marie (Mi. bis Sa., 9 bis 18 Uhr, So., 10 bis 14 Uhr) besichtigt werden. Der zweite Teil der Aus-stellung wird am 1. September in der Raiffeisenbank Nestelbach bei Graz eröffnet.
Verband zur Förderung der Regionalentwicklung im Hügel- & Schöcklland
Hauptstraße 52, 8301 Laßnitzhöhe
www.huegelland.at, www.schoecklland.at
Foto: Verband Hügel&Schöcklland
Parkside Festival Summer Stage 2026 bringt Musik und Kultur nach Gratwein-Straßengel
Der Sommer bekommt seine eigene Bühne! Von 20. Juni bis 31. August 2026 verwandelt sich der Hauptplatz im OT Judendorf-Straßengel in eine lebendige Open-Air-Kulisse für Musik, Kultur und Begegnungen. Mit der neuen „Parkside Festival Summer Stage“ entsteht mitten im Ortszentrum ein Treffpunkt für Künstlerinnen und Künstler sowie für alle, die den Sommer gemeinsam genießen möchten.
Live-Musik und offene Bühne
Die Summer Stage bietet über den gesamten Sommer hinweg ein abwechslungsreiches Programm mit Konzerten, Live-Musik und offenen Bühnenformaten. Ziel ist es, lokalen und regionalen Musikerinnen und Musikern, Bands, Chören, Musikvereinen, Ensembles und kreativen Gruppen eine Plattform zu bieten und gleichzeitig das kulturelle Leben im Ort zu bereichern.

„Mit der Parkside Festival Summer Stage schaffen wir einen Ort der Begegnung, der Musik und des gemeinsamen Erlebens. Der Hauptplatz wird zum kulturellen Mittelpunkt des Sommers und lädt Menschen aller Generationen ein, unvergessliche Abende unter freiem Himmel zu genießen“, freuen sich Bürgermeisterin Doris Dirnberger und Jugendausschuss-Obmann Martin Wusche.
Folgende Programmpunkte stehen bereits fest:
- 20. Juni 2026: Coinflip Cutie & Warantee Show
- 10. Juli 2026: Band Klööhn
- 11. Juli 2026: Big Band Nordgroove
- 24. Juli 2026: Rythmen / Air Rapide Open Stage – Bühne frei für neue Talente
Zusätzlich werden mehrere Open Stage-Termine angeboten. Dabei steht die Bühne inklusive Grundausstattung mit Licht-, Tontechnik und Instrumenten zur Verfügung. Künstlerinnen und Künstler können unkompliziert auftreten, ohne sich um die technische Infrastruktur kümmern zu müssen.
Die Open Stage-Abende:
- 23. Juni 2026: Open Stage hosted by Coinflip Cutie
- 14. Juli 2026: Open Stage hosted by Coinflip Cutie
- 27. Juli 2026: Open Stage hosted by Coinflip Cutie
- 10. August 2026: Open Stage hosted by Coinflip Cutie
Großer Andrang bei der Jubiläumsfeier: Emotionale Zeitreise, feierliche Segnung und ein Baum für die Zukunft.
Fotos: Marktgemeinde Premstätten
50 Jahre Kindergarten Unterpremstätten:
Ein Ort, der seit jeher Generationen verbindet
Premstätten, 26. Juni 2026: Ein halbes Jahrhundert voller Kinderlachen, Freundschaften und gemeinsamer Erinnerungen: Der Kindergarten Unterpremstätten feierte gestern mit einem Festakt und anschließendem „Open House“ sein 50-jähriges Bestehen. Ehemalige Kindergartenkinder, Pädagoginnen, Familien sowie zahlreiche Ehrengäste – darunter Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom und Bildungslandesrat Stefan Hermann – blickten gemeinsam auf fünf Jahrzehnte Kindergartengeschichte zurück. Wie tief verwurzelt das Haus in der Gemeinde ist, zeigte sich an einem besonderen Detail: Viele der Kindergartenkinder treten in die Fußstapfen ihrer Eltern und Großeltern, die einst selbst hier betreut wurden.
„Wenn ehemalige Kindergartenkinder heute ihre eigenen Kinder oder sogar Enkelkinder zu uns bringen, spürt man die Verbundenheit mit diesem Haus. Gleichzeitig ist dieses Jubiläum auch ein Auftrag für die Zukunft: unseren Kindern weiterhin die bestmöglichen Rahmenbedingungen zum Lernen, Spielen und Wachsen zu bieten. Und dafür setze ich mich ohne Wenn und Aber ein“, zeigte sich Bürgermeister Dr. Matthias Pokorn sichtlich bewegt vom großen Andrang.
Vom Martinsspiel auf den Bürgermeistersessel
Für den Bürgermeister war das Jubiläum weit mehr als ein offizieller Gemeindeakt, sondern eine ganz persönliche Reise in die Vergangenheit. Pokorn, der als Kind selbst in diesem Haus ein- und ausgegangen ist, erinnerte sich in seiner Festrede an seine Zeit in der „Schmetterlingsgruppe“ bei Helene Kleindienst-Guggi und an seinen Auftritt als Heiliger Martin beim Martinsspiel. „Dieser Kindergarten ist nicht nur Teil der Geschichte unserer Gemeinde – er ist auch Teil meiner eigenen Geschichte. Viele Dinge vergisst man im Laufe der Jahre. Aber die Menschen, die uns begleitet haben, die Freundschaften und die besonderen Erlebnisse bleiben oft ein Leben lang in Erinnerung“, betonte Pokorn und unterstrich die elementare Bedeutung der Einrichtung als Fundament für den Lebensweg tausender Premstättnerinnen und Premstättner.
„Den haben wir damals gemeinsam gepflanzt“
Für die begeisternde musikalische Umrahmung des Festaktes sorgten die Kindergartenkinder selbst mit ihren Darbietungen sowie die Marktmusik Unterpremstätten-Zettling. Nach den feierlichen Grußworten der Landespolitik und der Segnung des Hauses durch Pfarrer Claudiu Budau wartete ein emotionaler Höhepunkt im Außenbereich: Gemeinsam mit den Kindern griff Bürgermeister Dr. Matthias Pokorn zum Spaten, um im Garten einen neuen Baum zu pflanzen. Der Baum soll künftig an das Jubiläum erinnern und zugleich Symbol für Wachstum, Beständigkeit und Zukunft sein. „Dieser Baum steht sinnbildlich für die kommenden Generationen. Er wird in den nächsten Jahrzehnten mit den Kindern hier wachsen, ihnen Schatten spenden und ein stummer Zeuge unbeschwerter Kindheitstage sein“, erklärte Bürgermeister Dr. Matthias Pokorn während der Pflanzung und wandte sich direkt an die Jüngsten: „Und wer weiß: Vielleicht kommt die eine oder der andere von euch in vielen Jahren wieder hierher zurück, blickt auf einen stattlichen Baum und sagt stolz zu den eigenen Kindern: ‚Den haben wir damals zum 50-jährigen Jubiläum gemeinsam gepflanzt.‘“ Als bleibende Erinnerung überreichte die Marktgemeinde Premstätten zudem ein Jubiläumsgeschenk für alle Kinder der Einrichtung. Eine Fotoausstellung ließ fünf Jahrzehnte Gemeindegeschichte Revue passieren, bevor der Festtag bei persönlichen Gesprächen gemütlich ausklang. 50 Jahre nach seiner Gründung ist der Kindergarten Unterpremstätten weit mehr als ein Gebäude. Er ist ein Ort der Begegnung, des Lernens und des gemeinsamen Wachsens – und für viele Menschen bis heute ein Stück Heimat geblieben.



